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Meine Neue Heimat De Kelders

 

REBECCA MAJEWSKI ist zur Zeit noch in Südafrika und erzählt hier ein wenig von ihren Erfahrungen.

Als Teil meines „Gap Year“ nach dem Abitur, habe ich mich bei der Grootbos Foundation in Südafrika als Hockey Coach beworben. Im August 2018 ging es endlich los. Vier aufregende Monate standen vor mir. Eingezogen bin ich in das Volunteers Haus in Gansbaai und wurde sofort herzlich aufgenommen. Mitbewohner wurden kurzerhand zur Familie und De Kelders zu meiner neuen Heimat. 

 

In das Programm der Football Foundation wird man sofort integriert. Fremde Kinder rennen auf einen zu, springen auf den Arm und wollen mit uns spielen. Die Kinder sind einfach toll. Trotz ihres vergleichbar so harten Lebens, in den Townships Masakhane und Bloompark, haben sie so viel Lebensfreude, sind albern, offen und neugierig.

 

Schon nach zwei Wochen geht es mit dem U12 Hockeyteam nach Stellenbosch zum Turnier. Auf der ganzen Fahrt wird leidenschaftlich gesungen und die Jungs freuen sich total. Sie spielen super und schlagen sich recht gut. Dabei spielen sie sonst meistens barfuß und ohne jeglichen Schutz. Viele Schiedsrichter und Trainer sprechen mich auf die Kinder an und sind über ihre Leistung und unsere Foundation beeindruckt. Auf dem Rückweg holen wir am Flughafen vier neue Volunteers ab. Dort angekommen stellt sich heraus, dass alle Kinder weder Flugzeuge, noch Fahrstuhl bzw.  Rolltreppe jemals in ihrem Leben gesehen haben und sind vollkommen außer sich. So verbringe ich die drei Stunden Wartezeit damit, mit mehreren Kindern auf dem Arm die Stockwerke hoch und runter zu fahren und das Gebäude zu entdecken. Wie schön, dass etwas so einfaches, ihnen so viel Freude bereiten kann.

 

Im Laufe der Zeit konnte ich auch noch Schwimmunterricht geben, und dabei merke, dass ich die Einzige bin, die den Kinder Brustschwimmen beibringen kann? (alle anderen machen eine Mischung aus Kraulen und „Hundeschwimmen“). Ich habe beim Umweltprojekt sowie beim HIV Aufklärungsprogramm geholfen und unzählige Male Sportunterricht in verschiedenen Schulen  und Kindergärten gegeben. Jeden Tag war es ein neues Abenteuer und es hat immer riesig Spaß gemacht.

 

So verging meine Zeit hier wie im Flug. Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt und tolle Sachen erlebt. Die Kinder sind mir schon so ans Herz gewachsen und die anderen Volunteers zu meinen engsten Freunden geworden. Ich bin mir sicher, sobald ich wieder in Deutschland bin, werde ich die Zeit hier sehnsüchtig vermissen und noch lange darauf zurück schauen. 

 


TOtsiens (oder aufwiedersehen) SüdAFRIKA!

ELLEN KUBICKI war für sechs Monate als Hockey Volunteer in Südafrika, hier ein kleiner Bericht aus ihrer Zeit.

Mein Rückflug wurde, wie ich in einer Mail am Morgen meines Abfluges las, nach hinten verschoben. Um mehr als zwei Stunden, damit war klar, dass ich meinen Anschlussflug verpassen würde. Wäre mir das vor einem halben Jahr passiert – ich wäre wahrscheinlich in Panik ausgebrochen und hätte nicht gewusst was zu tun ist. Und dieses Mal? Ich blieb überaschenderweise komplett entspannt – African Time eben und eigentlich wollte ich Südafrika sowieso noch nicht verlassen. Zu schön war die Zeit dort und zu viele neue Freunde musste ich zurücklassen und erst mein Team!
Für sechs Monate arbeitete ich als Volunteer für Alster Grootbos Hockey Foundation, in dieser Zeit habe ich mir nicht nur etwas von der Südafrikanischen Entspanntheit angeeignet, sondern ich habe neue Freunde gefunden und unglaublich viele Erfahrungen gesammelt.
Dabei war es nicht immer einfach und es gab Situationen in denen ich nicht weiterwusste und die mich an meine Grenzen brachten. Ich trainierte zwei Mannschaften in einer kleinen Stadt an der Westküste, die sonst eher als Ferienort und Walspot bekannt ist. Hermanus besitzt jedoch auch einen 22.000 Einwohner starken Township. Dort arbeitete ich und dort lebten die Kinder aus meinen Mannschaften in kleinen Wellblechhütten ohne fließend Wasser und mit ausgelagerten Toiletten. Das lässt einen Schlucken, aber man merkt es den Kindern nicht an, die scheinen, die Sonne im Herzen zu tragen. Dass es jedoch nicht alles gut ist, merkt man immer wieder, nicht nur an den immer gleichen Klamotten im schlechten Zustand. So wurde eine Freundin von einem kleinen Mädchen gefragt, ob sie nicht ihre Mutter sein könne und sie mitnehmen könne. Ein anderes der Kinder lebt schon seid längerem bei seiner Tante, da sich seine Mutter nicht mehr um ihn kümmern konnte, da sie Alkoholikerin ist. Ein großes Problem, denn viele Mütter trinken auch in der Schwangerschaft, viele Kinder haben so leichte Behinderungen oder sind geistig zurückgeblieben.
Ein halbes Jahr klang für mich zu Beginn nach einer langen Zeit, einer langen Zeit ohne Familie und Freunde. Doch schon nach den ersten Tagen fühlte ich mich unglaublich wohl und am Ende musste ich mich wieder von Freunden und ja irgendwie auch von Familie verabschieden.                                                                                    

 

Die Zeit verging unglaublich schnell und neben den Erfahrungen die einen an seine Grenzen bringen konnten, gab es viele unglaublich schöne Momente. Am meisten werde ich wohl das tägliche Training mit den Kindern vermissen und diese Freude am Hockey und am Leben die sie versprühen.  Doch auch die Turniere und Ausflüge werden mir in Erinnerung bleiben. So konnten wir an einem Tag mit den Kindern einen Ausflug zu einer nahegelegenen Haischutzstation organisieren, wo die Kinder nicht nur unglaublich viel über die Haie erfahren konnten die sich so vor der Küste tummeln, sondern sie konnten mehrere (kleine) Haie sogar hautnah erleben! Sie durften bei der Arbeit eines Haiforschers helfen, die Haie anfassen, sie mit einem Chip ausstatten und sogar wieder ins Meer entlassen! Ein Tag der nicht nur den Kindern lange in Erinnerung bleiben wird…
Neben meiner Arbeit werde ich aber auch das Reisen und entdecken vor Ort vermisse, dabei versucht einen die Foundation bestmöglich zu unterstützen. Sie legen es jedem Volunteer ans Herz auch das Land zu erkunden und zu erleben. Das kann ich nur empfehlen! Auf meinen Reisen sah ich nicht nur andere und unglaublich schöne Seiten von Südafrika, ich hatte auch die Möglichkeit Namibia zu erkunden und so einen Eindruck vom heißen und trockenen Afrika zu gewinnen.

In meinem halben Jahr habe ich unglaublich viel erlebt und konnte viele neue Erfahrungen sammeln. Auch wenn man nicht immer den Einfluss auf das Leben der Kinder haben konnte den man gerne hätte, so glaube ich doch, und das war vielleicht das wichtigste für mich, dass ich den Kindern schöne Kindheitserinnerungen schaffen konnte. Und gibt es denn etwas Schöneres als Kindheitserinnerungen an die man sich mit einem Lächeln erinnert? Außerdem konnte in meinem halben Jahr in Südafrika wohl alles machen was andere sich von ihrem Gapyear erhoffen: Ich konnte meine Sprachkenntnisse verbessern, hatte Einblick in eine andere Kultur, konnte in einem sozialen Bereich arbeiten und sogar als Backpacker reisen! Ich kann es jedem Hockeybegeisterten oder auch Sportverrückten im Allgemeinen nur ans Herz legen diesem Projekt zu helfen und nach Südafrika zu gehen. Ich auf jeden Fall werde eines Tages zurückgehen!


11. März 2016

German men give helping hand to Alster Grootbos Hockey Foundation

Vor kurzem wurde auf der Webite der Internationalen Hockey Föderation ein Artikel über den Besuch der Männlichen Hockey Nationalmannschaft bei uns veröffentlicht! Viel Spaß beim lesen hier auch nochmal der Link zum Orginalartikel

Gernan Men Give Helping Hand to Alster Grootbos Hockey Foundation

The delight on the young hockey player’s faces was clear for all to see as 2015 FIH Rising Star of the Year Christopher Ruehr, team-mates Moritz Fuerste, Florian Fuchs and the rest of the German men's national hockey team turned up to join them for a training session at the Cape Town pitch in South Africa.

The German men’s team took some time out of their recent busy test match schedule against South Africa to pay a visit to a Cape Town project that, over the years, has become very important to the German Hockey Association (Deutscher Hockey-Bund [DHB]).

The team has been on an eye-opening and inspirational trip to the Floral Kingdom region of Cape Town as part of its commitment to the Alster Grootbos Hockey Foundation, part of the non-profit making organisation Grootbos Foundation. Their aim is to create a sustainable, environmentally sound community within the Cape Town Floral Kingdom. Protection of the natural flora and fauna of the area is combined with a drive to educate the community in agriculture, environmental issues and conservation through a number of projects.

The Foundation’s implementation strategies are based on three integrated ‘umbrella’ programmes: 'Green Futures’ which focuses on conservation, ‘Siyakhula’ which focuses on the creation of sustainable livelihoods through enterprise development and ‘Football Foundation’ which focuses on utilising sport for development.

It is this latter that the German Hockey Association has been supporting for the past seven years, and the Hockey Foundation has been instrumental in developing social integration, promoting healthy lifestyles and increasing environmental awareness and life skills amongst communities.

The DHB first became involved in the project in 2009 through the enthusiasm and drive of former national league player Delf Ness, from the Alster Club in Hamburg. Since then, support and interest in hockey has gained momentum and the recent visit by Valentin Altenburg and his Olympic squad sent the local population into a hockey frenzy.

A report on the Grootbos Foundation website says: “We were thrilled the German men’s team were coming to visit. The preparation for the visit started early, our hockey players watched some of the German men’s hockey matches and identified some of the key personalities in the team. On the day, the German flag was painted on all faces and “Wilkommen in Gansbaai” was diligently practised.

“Nothing could prepare our children though for the hockey players arriving in their big coach and walking onto the hockey pitch. We played a mixed match with some of the players mixing with the young hockey players on each team and did some technical drills before having the opportunity to watch the hockey team in action. The children found the interaction inspiring and this representation of the sport has gone a long way to inspiring some talented, up and coming players.”

And the enjoyment of the German team’s visit was a two-way thing. Talking about the experience, FIH Rising Star of the Year Christopher Ruehr said: “We had a great day in the Alster Grootbos Hockey Foundation. It was a total contrast in experiences [from our test matches against South Africa], the contrast could not be greater. Hockey training with kids from the nearby township has left many impressions, which still have to be processed.”

Hockey projects like this are key to inspiring the next generation - the overall aim of the International Hockey Federation's Hockey Revolution. To find out more about this strategy, click here.